Wirksam führen ohne Ego [Show-How]

Wirksam führen ohne Ego [Show-How]

Ego ist das Bild, das wir von uns selbst haben. Oder anders ausgedrückt: Ego ist, wer wir glauben zu sein. Dieses Bild entwerfen wir seit Kindesalter durch Erfahrungen mit unserer Umwelt, Kommentare anderer und unseren eigenen Gedanken.

Per se ist Ego erstmal weder gut noch schlecht. Es prägt, wie wir uns fühlen, wie wir von uns und anderen denken, welchen Stellenwert wir uns zuschreiben und wie wir uns anderen gegenüber verhalten.

Problematisch wird Ego dann, wenn es ungefragt die Kontrolle übernimmt. Das tut es, wenn es sich von jemandem angegriffen fühlt – und zwar meist auf eine wenig taktvolle Art und Weise. Damit schaden wir uns nicht nur selbst. Wir vergiften unsere Beziehungen, erschweren eine wirksame Zusammenarbeit in Teams und stehen letztlich unserem Erfolg und dem Erfolg unseres Unternehmens im Weg.

Im folgenden Artikel erkläre ich Ihnen, wie Sie Ego ertappen, in welchen beruflichen Situationen Ihnen Ego besonders im Weg steht und wie Sie Ihr Ego zurückpfeifen, wenn es mal wieder ungefragt das Ruder übernehmen will.

Niemand ist frei von Ego

Ich möchte Sie gern gedanklich mitnehmen zu einem unterhaltsamen Abend, den ich im vergangenen Jahr in illustrer Runde mit anderen Unternehmer:innen und Top-Manager:innen verbringen durfte. 

Der erfolgreiche Gründer zu meiner Linken erzählte gerade, wie er seinen jüngsten Millionen-Exit eingefädelt hatte. Der CEO eines bekannten E-Commerce-Unternehmens berichtete stolz von einem großen Deal, und der Geschäftsführer eines Mittelständlers erzählte, wie er sein Unternehmen in der Krise gedreht hatte. Wohlwollendes Nicken, anerkennendes Schulterklopfen – was für Macher! Da schwenkte die Aufmerksamkeit zu mir und jemand fragt über den Tisch: “Und was machst du so, Olaf?” 

Ich antwortete: “Ich bin Growth Advisor und Leadership Coach, ich helfe anderen Unternehmen zu wachsen.” Der Gründer fragte scheinbar interessiert nach, während sich die anderen wieder ihren eigenen Gesprächen zuwandten. Bei manchen meinte ich, einen Blick von “Der hat’s wohl nicht geschafft in richtigen Unternehmen” zu erkennen. 

In mir stieg das unangenehme Gefühl hoch, mich zu rechtfertigen, warum ich in meinem Alter, mit meiner Erfahrung und unzähligen Aus- und Weiterbildungen keine klassische Karriere als Führungskraft hatte und kein Unternehmen mit vielen Mitarbeiter:innen führte. Würden mich die Menschen dann anders wahrnehmen?

Sehen Sie: Ich liebe meinen Beruf und zweifle in keiner Weise, dass die Entscheidung, als Growth Advisor und Leadership Coach zu arbeiten, für mich die richtige war und immer noch ist. Dennoch stieg an jenem Abend dieses nagende Gefühl in mir hoch: Bin ich erfolgreich genug? Was halten die anderen von mir? 

Was an diesem Abend passiert ist: Mein Ego hat sein Gesicht gezeigt und mir die Zügel abgenommen. 

Ego kommt meist maskiert.

Ego ist nur allzu menschlich. Jede von uns trägt es in sich. Nur gibt es sich nicht einfach zu erkennen. Meist zeigt es sich maskiert und taucht unerwartet auf, wenn es sich angegriffen oder getriggert fühlt.

Zum Beispiel als innere Anspruchshaltung, die Welt, das Unternehmen, der Chef schulde uns etwas. Als Führungskraft mag dies sein: mehr Unterstützung, zusätzliche Mitarbeiter:innen, mehr A-Player in meinem Team, mehr Entscheidungshoheit, mehr Budget, mehr Kompetenzen, endlich aufzusteigen in die nächste Führungsebene. Als Mitarbeiter:in mag dies sein: mehr Gehalt, mehr Verantwortung, spannende Projekte, etc. 

Ein andermal zeigt sich Ego im Kontrolldenken, wenn unsere eigene Idee trotz aller Bemühungen nicht angenommen wird von anderen. Wenn wir nur nicht unsere gesamte Zeit und Energie damit verschwenden müssten, andere von unserem Vorhaben zu überzeugen, wären wir eigentlich schon viel weiter. Wenn sich die anderen Mitarbeiter:innen endlich auf ihre Prioritäten fokussieren und vollen Einsatz zeigen würden – wir wären eigentlich schon viel weiter. 

Übernimmt unser Ego das Ruder, raubt es uns nicht nur die Freude am Erfolg, es verhindert diesen sogar und hemmt unser Vorankommen.

Ego wächst mit Macht und Erfolg.

Es ist auffällig, dass besonders oft Menschen in Machtpositionen stark entwickelte Egos besitzen. Sie  werden anerkannt, gelobt, auf ein Podest gehoben, ins Rampenlicht gestellt. Aus differenziertem Feedback wird blinde Zustimmung. Die Anhängerschaft wird immer größer, während die Kritiker:innen verstummen. Die Gefahr ist groß, dass Ego sich von dieser wachsenden Macht und Anerkennung nährt und immer größer  wird. Finden sich Menschen mit ausgeprägten Egos in Machtpositionen wieder, kann dies prekäre Auswirkungen für Mensch, Team und Unternehmen haben.  

Menschen mit stark ausgeprägten Egos

  • neigen zur Selbstüberschätzung. 
  • agieren für Anerkennung und Bestätigung von anderen. 
  • blocken Feedback ab und wissen alles besser. 
  • fühlen sich von Kritik persönlich angegriffen.
  • stehen in starkem Konkurrenzdenken mit anderen. 
  • sind unfähig, Empathie für ihre Mitarbeitenden zu empfinden. 
  • sehen keinen Bedarf mehr, etwas Neues zu lernen und stagnieren in ihrer Entwicklung. 

Wirksame Führungskräfte brennen für die Sache, nicht für sich selbst. 

Warum können Menschen mit großem Ego nun nicht gute Führungspersönlichkeiten sein? Denken Sie bitte kurz an Ihre Führungsvorbilder. Wer fällt Ihnen ein? Wer ist für Sie heute unter den Lichtfiguren in unserer heutigen Geschäftswelt? 

Meist sind es leidenschaftliche, charismatische Anführer. Menschen, die für ihre “Sache” brennen, nicht für den eigenen Vorteil. Menschen, die hart für ihren Erfolg gearbeitet haben und sich nicht zurücklehnen und gefällig werden. Menschen, die trotz ihres Erfolgs bescheiden und selbstkritisch geblieben sind. Solche Führungspersönlichkeiten sind es, die im Gedächtnis bleiben, die ganze Fußballstadien voller Menschen mit ihrer Vision in den Bann ziehen können.  

Schaut man in die Führungsebenen deutscher Unternehmen, findet man zwar auch Führungskräfte, die mit Leidenschaft dabei sind. Bei genauerer Betrachtung brennen viele davon jedoch mehr für ihren eigenen Erfolg, ihren Status und die Annehmlichkeiten, die ihr Erfolg mit sich bringt, als für die Sache selbst. 

Das unterscheidet im Kern Führungspersönlichkeiten, die frei von Ego führen und sich bescheiden in den Dienst ihres Teams, des Unternehmens und der Sache stellen, von jenen, die sich von ihrem Ego leiten lassen und mehr für sich selbst als für andere arbeiten. Diese Führungskräfte agieren nicht mehr selbstbestimmt, sondern sind Opfer ihrer eigenen Egos geworden. 

Wie viel Ego steckt in Ihrem Führungsteam? 

Gehen Sie bitte kurz gedanklich die Mitglieder in Ihrem Führungsteam durch und fragen Sie sich kritisch: 

Wer meiner Führungskräfte brennt für den Purpose unseres Unternehmens? Wer stellt sich ganz in den Dienst der Teams? Wer stellt die gemeinsamen Ziele über den eigenen Vorteil? 

Wer verfolgt im Hintergrund oft seine eigene Agenda? Wer spricht mehr über den eigenen Erfolg und seine Ziele, anstatt konsequent daran zu arbeiten? Wer kümmert sich mehr darum, erfolgreich zu wirken und voranzukommen im Unternehmen, anstatt sich in den Dienst der gemeinsamen Team- oder Unternehmensziele zu stellen?

Führungskräfte, die sich immer wieder von ihrem Ego verleiten lassen, stehen sich selbst, ihrer Entwicklung, der Zusammenarbeit mit anderen und damit letztendlich auch dem Erfolg des Unternehmens im Weg. Und das über alle Phasen ihres Berufslebens hinweg.

Drei Berufsphasen, in denen uns Ego im Weg steht

Phase 1: Streben nach Höherem (Aspiration)

“If you start believing in your greatness, it is the death of your creativity.” — Marina Abramovic

Erinnern Sie sich bitte kurz an Ihre beruflichen Anfänge zurück. Sie hatten große Ziele, waren hungrig, endlich zu zeigen, was in Ihnen steckt. Als junge Führungskraft wollten Sie schnell nach oben. 

Gerade in dieser aufstrebenden Phase unseres Berufslebens kann unser Ego großen Schaden anrichten:

  • indem es uns weismachen will, dass wir schon alles wüssten und selbst ganz oben erfolgreich agieren könnten. 
  • indem wir nach schnellen Hacks und Shortcuts Ausschau halten, anstatt geduldig in vielen kleinen Schritten an unserem Vorankommen zu arbeiten.

Nicht nur junge Talente tappen in diese Falle. Auch erfahrene Führungskräfte, die vom Head of zum Vice President oder später zum Senior Vice President aufsteigen wollen, erliegen dieser Falle. 

Verstehen Sie mich richtig: Talent und ehrgeizige Ziele sind gut. Doch wir müssen wissen, wo wir heute stehen, was wir können, was wir noch lernen müssen und was wir zu tun haben, um an unser Ziel zu gelangen. 

Bleiben Sie hungrig, lernen Sie schnell und verfolgen Sie Ihr Ziel mit der nötigen Demut. Das unterscheidet Menschen, die tatsächlich ihre Ziele erreichen von solchen, die nur davon reden. 

 Phase 2: Im Zenit des Erfolgs

“As our island of knowledge grows, so does the shore of our ignorance.” — John Wheeler

Wir haben uns hochgearbeitet, sind den anstrengenden Weg gegangen, haben viel Arbeit reingesteckt und ernten nun endlich den Erfolg unseres Tun. Es ist nur allzu menschlich, ein Gefühl von Stolz und Erfüllung aus solchen Höhepunkten zu schöpfen. 

Manche Menschen lassen sich von ihrem Ego verleiten, selbstgefällig zu werden und sich der Illusion hinzugeben, schon alles erreicht zu haben, endlich angekommen zu sein. Damit stagnieren sie in ihrer Entwicklung und werden über kurz oder lang von anderen überholt. 

Andere Menschen werden von ihrem Ego angetrieben, blindlings noch mehr zu wollen und verlieren dabei die Werte und Prinzipien, die sie damals ans Ziel geführt haben. 

Besonders gefährlich wird Ego dann, wenn es uns vorgaukelt, etwas Besonderes zu sein, über den Regeln zu stehen und es besser zu wissen als alle anderen – seien es Teammitglieder, andere Führungskräfte oder gar die eigenen Kunden. 

Phase 3: Auf der Talsohle des Misserfolgs

“The only way out is through.” – Robert Frost

Misserfolge gehören zum Leben dazu. Es ist unsere Reaktion darauf, die bestimmt, was am Ende daraus entsteht.

Stehen wir wieder auf, versuchen wir möglichst schnell die eigenen Lücken zu schließen, von unseren bisherigen Entscheidungen zu lernen, bleiben wir dran und verfolgen unser Ziel unbeirrt? Oder lassen wir uns gehen, suhlen uns in Selbstmitleid und beklagen uns darüber, wie ungerecht alles ist? Vielleicht reden wir uns sogar ein, es konnte ja gar nicht klappen, weil alles gegen uns war (der Markt, die anderen Teams und Führungskräfte oder der Mitbewerber, der die besseren Voraussetzungen hatte)?

Der 31-jährige amerikanische Schriftsteller John Kennedy Toole nahm sich 1969 das Leben, nachdem sein Buchmanuskript für „A Confederacy of Dunces“ (dt. Titel: “Die Verschwörung der Idioten”) wiederholt abgelehnt worden war. Ein Jahrzehnt später gelang es seiner Mutter schließlich, das Buch veröffentlichen zu lassen, und es gewann den Pulitzer-Preis. 

Ich möchte Ihnen damit sagen: Ziel im privaten und beruflichen Leben darf nicht nur sein, Erfolg zu haben. Dieses Ziel ist unweigerlich zum Scheitern verurteilt. Vielmehr sollen wir die Gewissheit erlangen, dass wir alles bewältigen können, was uns das Leben in den Weg stellt. 

Stehen wir beruflich hinter dem Unternehmenszweck und kommen wir dadurch auch unserem persönlichen „Why“ ein Stückchen näher, wird es uns leicht fallen, nach Misserfolgen wieder aufzustehen, daraus zu lernen und unseren Weg demütig, lernbereit und hungrig weiterzugehen.   

7 Wege, wie wir unser Ego im Zaum halten können

Nun kennen Sie ein paar Verkleidungen, in denen uns Ego häufig begegnet und in welchen Berufsphasen es besonders gern das Ruder übernimmt. Ich möchte Ihnen nun Werkzeuge an die Hand geben, mit denen Sie Ihr Ego immer wieder einfangen können. 

Das wird Ihnen nicht immer auf Anhieb gelingen. Doch wenn Sie Ihr Ego auch erst hinterher ertappen, waren Sie schon erfolgreicher als viele andere Menschen. Bleiben Sie dran und verurteilen Sie sich nicht. Zeigen Sie Nachsicht für Ihr Ego und seine Kapriolen wie mit einem alten, etwas poltrigen Freund. 

Helfen Sie auch anderen Führungskräften dabei, diese Ego-Fallen zu erkennen. Sind diese demütig und lernbereit, werden auch sie ihren Weg gehen.

Weg Nr. 1: Streben Sie nach Substanz statt Ansehen.

Der Wunsch, erfolgreich zu sein oder zu scheinen, hindert uns häufig daran, wirklich Erfolg zu haben. Mitunter stecken wir sogar mehr Energie in unsere Reputation und unser Image als darin, die vielen kleinen Schritte auf dem Weg zu unserem Ziel zu gehen. 

Überlegen Sie lange und gut, wofür Sie den Großteil Ihrer wachen Zeit investieren möchten. Definieren Sie Ihr persönliches “Warum”, Ihren Purpose und lassen Sie diesen bei allem Streben nach Erfolg nicht aus den Augen. 

Tun Sie das, woran Sie glauben und lassen Sie sich nicht von Ihrem Weg abbringen, auch wenn Entscheidungen unpopulär oder ungewöhnlich erscheinen. 

Weg Nr. 2: Make it, don’t fake it.

Besonders in der frühen Phase einer neuen Führungsposition möchte uns unser Ego gern dazu verleiten, mehr zu sein, als wir eigentlich sind. Schwindeln Sie sich nicht durch mit gefährlichem Halbwissen und vorgetäuschter Erfahrung.

Erkennen Sie Ihre Wissenslücken, nehmen Sie diese als Entwicklungschancen und machen Sie sich an die Arbeit, diese Lücken zu füllen. Sammeln Sie die Erfahrung, die Ihnen noch fehlt – demütig, lernbereit und Schritt für Schritt. 

Arbeiten Sie prototypisch und bleiben Sie geduldig: Scheitern Sie schnell, lernen Sie mehr darüber, was Sie noch nicht wissen, und verlieren Sie Ihr Ziel nicht aus den Augen, wenn sich die ersten Erfolge einstellen. 

Weg Nr. 3: Holen Sie sich Rat und Feedback statt Bestätigung.

Natürlich dürfen Sie stolz als Führungskraft sein, wenn Sie Ihre ersten Erfolge erreicht haben. Doch erliegen Sie nicht der Versuchung, den Stimmen zu glauben, die Ihnen auf die Schulter klopfen und sagen, dass Sie besser, talentierter, erfolgreicher sind als alle anderen. 

  • Bleiben Sie hungrig, lehnen Sie sich nicht zurück. 
  • Bleiben Sie fokussiert auf Ihren Purpose und Ihre Ziele.
  • Bleiben Sie demütig und ergeben Sie sich nicht dem Irrglauben, besser zu sein. 
  • Suchen Sie sich stattdessen Menschen, die ihre Beobachtungen ehrlich mit Ihnen teilen und Ihnen Feedback und Feedforward geben. Das können Kunden, Mitarbeiter:innen, Peers, Freund:innen, Mentor:innen oder das Board sein.

So können Sie wachsen und die blinden Flecken aufdecken, die jeder von uns mit sich führt. Oder wie Steve Jobs es in seiner Eröffnungsrede an der Universität Stanford ausdrückte: “Stay hungry. Stay foolish.” 

Weg Nr. 4: Bleiben Sie Ihren Zielen und Prioritäten treu.

Unser Ego hat einen unstillbaren Appetit. Kaum haben wir ein Ziel erreicht, will es noch mehr – leider oft blindlings und aus den falschen Motiven heraus.

Spüren Sie nach einem Erfolg sofort wieder eine aufkeimende Unzufriedenheit und möchten sich gleich in die nächste Herausforderung stürzen, nehmen Sie sich kurz Zeit und prüfen Sie, ob das, was Sie vorhaben, wirklich mit Ihren ursprünglichen Zielen und Prioritäten übereinstimmt.

Tun Sie nichts, nur um die Anerkennung anderer zu gewinnen oder einfach nur, um nicht zu verlieren. Bleiben Sie sich, Ihren Prinzipien und Ihren Werten treu und handeln Sie danach. 

Weg Nr. 5: Leben Sie nach Ihren eigenen Maßstäben. 

Niemand kann bessere Maßstäbe für Ihr eigenes Leben setzen als Sie selbst. Lassen Sie sich nicht von den Maßstäben anderer verunsichern. Vergleichen Sie sich nicht und messen Sie sich nicht am Erfolg anderer.

Messen Sie sich an Ihrer eigenen Leistung, halten Sie sich an die Werte und moralischen Standards, die Sie für sich aufgestellt haben. Suchen und finden Sie Ihr persönliches “Warum” und versuchen Sie, die bestmögliche Version Ihrer selbst zu werden. 

Weg Nr. 6: Stehen Sie immer wieder auf.

Krisen und Rückschläge gehören zu unserem Leben dazu. Die Frage ist, wie Sie damit umgehen. Seien Sie bereit, Fehler und Irrtümer einzugestehen (bei Ihnen selbst und bei anderen), auch wenn es schmerzhaft ist. Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihr Handeln, stehen Sie zu Ihren Lücken und Entscheidungen und korrigieren Sie Ihren Pfad, wenn nötig.

Verfallen Sie nicht in Selbstmitleid, wenn Sie in einer Talsohle angekommen sind, sondern nutzen Sie die Zeit, um zu reflektieren, aus Ihrem Tun zu lernen und gestärkt daraus hervorzugehen. Verschwenden Sie Ihre Energie nicht mit Schuldzuweisungen oder Groll, weil andere Bereiche mehr Ressourcen oder Budget erhalten haben. Lassen Sie los, stehen Sie auf und gehen Sie beherzt Ihren Weg. 

Weg Nr. 7: Geben Sie Ihr Bestes.

Machen Sie Ihr Glück nicht von Dingen abhängig, die Sie nicht beeinflussen können. Die Ergebnisse Ihrer Anstrengungen oder die Reaktionen anderer Menschen auf Sie und Ihr Handeln können Sie nur bedingt beeinflussen. Geben Sie immer wieder Ihr Bestes und schöpfen Sie Erfüllung aus dem Wissen, dass Sie das getan haben, woran Sie glauben. 

Fazit

Sie sind bis zum Ende meiner gedanklichen Reise in unser Ego dabei geblieben. Danke, dass Sie mir Ihre Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt haben. 

Wenn Sie nur drei Erkenntnisse aus diesem Artikel mitnehmen, würde ich mir wünschen, es wären die folgenden:

  1. Ego ist menschlich. Niemand ist gänzlich frei davon. Entscheidend ist, unser Ego zu erkennen, wenn es mal wieder das Ruder ungefragt übernehmen möchte, und zu wissen, was man dagegen tun kann.
  2. Menschen in Machtpositionen sind besonders anfällig dafür, sich von ihrem Ego vor den Karren spannen zu lassen. Denn oft besitzen Führungspersönlichkeiten stark ausgeprägte Egos. Damit sitzt ihnen eine gefährliche Waffe im Nacken, die das Potenzial hat, ihr persönliches Glück, ihre Beziehungen zu anderen Menschen und letztlich ihren Erfolg zu zerstören.
  3. Nehmen Sie Ihr eigenes Ego wie einen lieben, etwas poltrigen alten Bekannten. Seien Sie nachsichtig mit sich, wenn es Sie wieder mal überrumpelt. Bleiben Sie Ihren Werten und Prioritäten treu. Versuchen Sie jeden Tag, eine bessere Version Ihrer selbst zu werden. Krempeln Sie die Ärmel hoch und machen Sie sich an die Arbeit. Der Erfolg wartet auf dem Weg Ihrer Reise.

Am Ende noch eine Buchempfehlung, die mir persönlich sehr am Herzen liegt, weil sie kurzweilig geschrieben und nachhaltig augenöffnend für mich war: 

Ego is the Enemy: The Fight to Master Our Greatest Opponent – Ryan Holiday

Mit den besten Wünschen

Ihr Olaf Sell

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