Strategie & Klarheit Mini-Tool · 1 Seite 25. Februar 2025

Mini-Tool: Big-3-Prioritäten-Canvas.

Ein DIN-A4-Canvas, das Sie mit Ihrem Team in 25 Minuten ausfüllen, und ein Quartal lang trägt.

Drei Spalten. Jeweils eine Priorität, ein Owner, eine Definition of Done. Hinten drauf: sechs Diagnose-Fragen, die der Workshop-Lead vor dem Ausfüllen stellt.

Drei Prioritäten heißt: aktiv entscheiden, was Sie nicht mehr tun.

Wofür dieses Canvas gut ist

  • Quartals-Kickoff im Leadership-Team
  • Reset nach einer Strategie-Klausur
  • Übergabe einer neuen Funktion an einen neuen Owner
  • Entscheidungs-Schärfung, wenn Initiativen-Listen zu lang werden

Wie Sie es einsetzen

25 Minuten. Vier Schritte:

  1. Stille Liste (5 min): jede:r notiert eigene Top-3 separat.
  2. Sortierung (10 min): Listen werden zusammengeführt, doppelt Genannte priorisiert.
  3. Owner-Wahl (5 min): pro Priorität genau eine Person.
  4. Definition of Done (5 min): was ist „erreicht” am Ende des Quartals?

PDF, 1 Seite (Vorder- und Rückseite), kostenfrei.

Häufige Fragen

Wie fülle ich das Big-3-Prioritäten-Canvas aus?

In vier Schritten und 25 Minuten. Zuerst notiert jede und jeder still die eigenen Top drei (5 Minuten). Dann werden die Listen zusammengeführt und mehrfach Genanntes priorisiert (10 Minuten). Danach bekommt jede Priorität genau eine verantwortliche Person (5 Minuten). Zuletzt wird festgelegt, was am Quartalsende als erreicht gilt (5 Minuten).

Wer sollte beim Ausfüllen dabei sein?

Das Leadership-Team, und zwar vollständig. Der erste Schritt ist bewusst still: Jede und jeder notiert getrennt, bevor verglichen wird. Wird sofort diskutiert, richtet sich die Runde nach dem, der zuerst spricht, und das Canvas misst die Rangordnung statt der Einschätzungen.

Warum genau drei Prioritäten und nicht fünf?

Weil drei eine Entscheidung erzwingen und fünf nicht. Drei Prioritäten heißt aktiv festzulegen, was Sie nicht mehr tun. Eine längere Liste erlaubt es, alles zu behalten und die Auswahl zu vertagen. Genau dort beginnt die Umsetzungslücke.

Was gehört in die Definition of Done?

Ein überprüfbarer Zustand am Quartalsende, kein Vorhaben. Nicht was getan wird, sondern woran alle erkennen, dass es erreicht ist. Ohne diesen Satz gibt es am Ende so viele Auslegungen wie Beteiligte, und die Priorität läuft ins nächste Quartal weiter.

Wofür eignet sich das Canvas und wofür nicht?

Es passt zum Quartals-Kickoff im Leadership-Team, zum Reset nach einer Strategieklausur, zur Übergabe einer Funktion an neue Verantwortliche und immer dann, wenn Initiativen-Listen zu lang werden. Es ersetzt keine Strategie: Es schärft die Auswahl innerhalb einer bereits getroffenen Richtungsentscheidung.

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